19 Jun

Siegerentwurf für das neue Gymnasium Langenhagen steht fest

Es ist ein Entwurf auch für den zweiten und dritten Blick. Und auch diesen Betrachtungen der insgesamt 17-köpfigen Jury hat das Konzept des Kölner Architekten Prof. Gernot Schulz und des Landschaftsarchitekten Johannes Böttger (Köln) am Freitag standgehalten. Einstimmig präsentierte das hochkarätig besetzte Gremium unter der Leitung des Münchner Architekten Amandus Samsøe Sattler am Abend das Modell „1015“ als Sieger-Entwurf für das neue Gymnasium zwischen Rennbahn und Theodor-Heuss-Straße. Nun beginnen die Verhandlungen zwischen Stadt und Architekten sowie die diversen Vergabeverfahren für die bauliche Umsetzung. Wenn jetzt wirklich alles gut geht, könnte es 2019 einen ersten Spatenstich geben und die Schule im Sommer 2021 eröffnen.

Jahrgangs-Cluster bilden ein Dorf

Der Entwurf sieht einen langgestreckten Gebäudekomplex vor auf gleicher Ost-West-Achse wie das gegenüber gelegene Schwimmbad. Der Komplex gliedert sich in vier jeweils dreigeschossige sogenannte Cluster, in denen die unterschiedlichen Jahrgänge in sich vereint mitsamt aller Differenzierungsräume untergebracht werden. In ihrer Gemeinschaft, so heißt es in dem Konzept, bilden sie ein „Dorf“. Das Gebäude wirkt damit gleichsam als Abgrenzung des Schulcampus zum Rennbahnparkplatz und dem davor geplanten Bushaltepunkt.

Besonders beeindruckend ist für die Jury die nach Süden gelagerte Kombination aus Funktionsräumen im Erdgeschoss und einer darauf befindlichen Außenanlage als Dachterrasse. Als Riegel zur Theodor-Heuss-Straße erstreckt sich als Nord-Süd-Achse ein weiterer Gebäudekomplex mit einer Drei- sowie einer Zwei-Feld-Sporthalle. Vor allem aber kommt darin auch die Mensa unter. „Es ist also denkbar, dass diese Bereiche am Wochenende bei Wettkämpfen in den Hallen mitgenutzt werden können“, hob Baudezernent Carsten Hettwer bei der Präsentation hervor. Die Außensportanlage ist Richtung Regenrückhaltebecken ausgerichtet.

Der Kölner Architekt Gernot Schulz ist von der hochkarätig besetzten Jury einstimmig zum Sieger des Architekturwettbewerbes für das neue Gymnasium an der Rennbahn erkoren worden. Das Außengelände hat der Landschaftsplaner Johannes Böttger, ebenfalls Köln, entworfen.

Für den Jury-Vorsitzenden Sattler erfüllt der Siegerentwurf in besonderer Weise den zuvor definierten Wunsch, nicht wieder eine „Flur-Schule“ zu bauen. „Die Cluster bilden eine Einheit in neuer Form“, sagte das Präsidiumsmitglied in der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen am Freitagabend. Zehn Stunden hatte die Jury zuvor im zweiten Obergeschoss der Mensa des Schulzentrums über insgesamt 16 Entwürfen gebrütet, um am Ende vier Preisträger benennen zu können sowie einer Arbeit besondere „Anerkennung“ auszusprechen.

Rektor und Schülervertreter freuen sich auf Neubau

Auch Gymnasiumsleiter Matthias Brautlecht und Schülervertreter Julius Richter äußerten sich bei der Präsentation sehr erfreut über die Wahl. Während Brautlecht zur Gruppe der Sachpreisrichter gehörte, konnte Richter zuvor mit drei weiteren Schulvertretern eine Vorprüfung aus pädagogischer Sicht vornehmen. Beteiligt waren an der Auswahl insgesamt sechs Architekten aus dem gesamten Bundesgebiet, vier Vertreter aus Rathaus und Politik (darunter auch Bürgermeister Mirko Heuer) sowie drei Mitarbeiter des Steuerungsbüros Constrata als technische Vorprüfer.

Der Siegerentwurf des erfahrenen Kölner Architektenbüros konnte die Jury offenkundig vollumfänglich überzeugen, so dass wenig Zweifel bestehen, dass der Entwurf auch tatsächlich umgesetzt wird. „Wir werden jetzt in den Verhandlungen mit dem Architekten noch einige Kleinigkeiten nachfordern“, sagte Hettwer. So wünsche sich die Jury zum einen eine stärker aufgelockerte Außengestaltung des Hallen-Komplexes. Zum anderen müsse der Haupteingang an der Theodor-Heuss-Straße noch besser kenntlich werden. „Es ist zudem nicht ausgeschlossen, dass im Inneren noch die eine oder andere Wand verschoben wird.“

Da auch der veranschlagte Kostenrahmen innerhalb der bisherigen städtischen Schätzungen von bis zu 70 Millionen Euro liege, hätten alle Beteiligten guten Grund, so Hettwer, sich auf genau diese Schule zu freuen. Schulz wurde bereits mehrfach für seine Arbeiten ausgezeichnet, darunter der Audimax sowie der Campus der Universität Halle sowie ein Kinderhaus in Ahlen.

Ab Montag werden alle Entwürfe ausgestellt

Von Montag an können alle für den Wettbewerb eingereichten Modelle inklusive der erläuternden Zeichnungen im Raum M 18 über der Mensa während der normalen Schulzeiten besichtigt werden.

Von Rebekka Neander Weitere Fotos unter http://www.haz.de/Mehr/Bilder/Galerien/2018/6/Sieger-Entwurf-fuer-neuesGymnasium

Gelesen 322 mal Letzte Änderung am Dienstag, 19 Juni 2018 08:48

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