Max Blaulicht, Arthur Blumenthal, Karl Kaufmann, Chana Chara Bierstein, Regina Marie Brieger, Rosa Cornelius, Dina David, Charlotte Fränkel, Margarete Fuss, Meta Rechel Goldschmidt, Jeanette Gottschalk, Klara Goldina Heilbrunn, Jenny Heinemann, Paula Hoffmann, Seligmann Jacobi, Georg Jastrower, Arthur Katz, Arthur Kleeblatt, Helene Kleeblatt, Dora Levin, Minna Moses, Johanna Müller, Emanuel Müller, Max Oppenheim, Bertha Rothenberg, Gustav Rothenberg, Mathilde Rothenberg, Bertha Scheiberg, Erika Veit, Berta Würthele

Mit der scheinbar willkürlichen Nennung von 30 Namen startete die Gedenkveranstaltung am Gymnasium Langenhagen. 30 Namen, 30 Schicksale, 30 Menschen, die von Langenhagen aus 1942 nach Theresienstadt und Warschau deportiert und von dort in Vernichtungslagern getötet wurden. Nur drei von ihnen überlebten diese grausame Herrschaft der Nationalsozialisten. Dr. Jens Binner vom ZeitZentrum für Zivilcourage wies in seinem Grußwort zurecht darauf hin, dass diese Verbrechen mitnichten allein von einer kleinen bösen Clique ausgeführt wurden, sondern dass ganz Deutschland beteiligt war. Somit auch das kleine beschauliche Langenhagen. Dies haben die Schülerinnen und Schüler des jetzigen elften Jahrgangs eindrucksvoll unter der Leitung von Dr. Maren Hoffmeister herausgearbeitet und mithilfe von Recherchen im Stadtarchiv Hannover überzeugend belegt. Anschaulich führten die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse vor, positionierten sich zur Erinnerungskultur Deutschlands und gaben den 30 Menschen nicht nur ihre Namen zurück und zeichneten ihren Weg im Nationalsozialistischen Deutschland nach, sondern verdeutlichten, wie sehr wir alle auch heute noch in der Verantwortung stehen, diese Verbrechen nicht wiederholen zu lassen. Michael Fürst, Präsident des Landesverbands der jüdischen Gemeinden von Niedersachsen und Enkel des in Langenhagen deportierten Seligmann Jacobi, von dem er erst durch die Recherchearbeit der Schülerinnen und Schüler erfahren hat, bedankte sich bei den Schülerinnen und Schülern für ihre sachbezogene Arbeit und ihrem Wunsch zu erinnern. Ihm mache mehr Angst, dass die Menschen vergessen, als die wieder steigende Anzahl antisemitischer Vorfälle, die auch sein Leben beeinflussen. Genau deshalb sei diese Gedenkveranstaltung so wichtig. Er habe gesehen, dass das Projektteam „Erinnern“ seine Sorge ernst nehme. Erinnerung sei nicht nur für einen selbst, sondern gestaltet auch die Zukunft mit.

Kann man eine Gedenkveranstaltung als Erfolg verbuchen? Der reibungslose Ablauf, die wohlausgesuchten jüdischen Musikstücke aus Jg. 12 und 13, die in die Zeit der jüdischen Unterdrückung durch die Nationalsozialisten zurückführten, die gut eingesetzte Technik sowie die inhaltlich gut aufbereiteten Reden der Projektgruppe, die interessiert zuhörenden fast 600 Schüler und Schülerinnen im Hintergrund und das großzügige Geschenk der Stadt Langenhagen für das Engagement legen diesen Schluss nahe.

Marit Kapplers Rede zeigte allerdings auf, dass man dies weder denken noch sagen könne, man wolle sich schließlich nicht als Erinnerungsweltmeister inszenieren. Es ging den Schülerinnen und Schülern um so viel mehr. In einem ersten Schritt mit dieser Veranstaltung, in einem zweiten Schritt mit einem Buch, das die Ergebnisse darlegt. Als letztes soll mithilfe des geplanten Denkmals und der Möglichkeit „Augmented Reality“ die Vergangenheit so greifbar werden, dass man als Spaziergänger und Spaziergängerin durch den Eichenpark von Experten begleitet wird und einem die Geschehnisse auf diese Weise nahegebracht wird. Die Projektgruppe „Erinnern“ will also die Geschichte ihren Mitschülern und Mitschülerinnen, der Lehrkörperschaft, ganz Langenhagen nahebringen und weitertragen. Denn durch „wiederkehrendes Erinnern, verhindern wir das Vergessen“.

Ursula Baumann

Schülerstimmen

„Wir waren Zeuge einer ersten Gedenkfeier der Judendeportation von vor 80 Jahren, die von Schülern aus unserem Kreis organisiert wurde.“

„Michael Fürsts Beitrag hat mich noch nachdrücklich beschäftigt. Dass er erst durch die Recherchen unserer Mitschüler von dem Verbleib seines Großvaters erfahren hat, ist unfassbar.“

„Die Zusammenarbeit mit Michael Fürst war ein echtes Erlebnis und hat uns bereichert.“

„Ich fand gut, dass die Bürgermeistern Frau Jagau anerkannt hat, dass diese Vorgänge nicht nur vorbildlich recherchiert und belegt wurden, sondern sie der Widerstände zum Trotz eine Gedenkveranstaltung in einem solchen Ausmaß gestaltet haben.“

„Die Rede unserer Schulleiterin Silke Kaune beeindruckte mich sehr. Als Symbol, dass es Zeitzeugen gibt, die allerdings nicht sprechen können, nahm sie die alten Eichen, die all diese grausamen Tate mit ansahen.“

„So viele Honoratoren waren da, das zeigt, wie wertschätzend sie unsere Ergebnisse wahrgenommen haben: Der Arbeitskreis für Regionalgeschichte, Tim Rademacher und Dirk Musfeldt; die Stadtarchivare: Holger Horstmann und Ricardo da Silva Costa, die Leitung der VHS: Frau von Stieglitz, sie alle sind gekommen. Sogar unsere direkten Nachbar*innen, die Senior*innen aus dem Anni Gondro Heim waren zu Gast.“

„Ich bin sehr gespannt, wie die „augmented reality“ uns durch den Park in Zukunft begleiten wird. Dann sieht man auch endlich die Videos und Bilder, auf die ich neugierig bin.“

„Wie cool ist es, dass es nicht nur musikalische Unterstützung gab, sondern dass die jüdischen Lieder auch noch von verschiedensten Kulturen und Religionen unserer Musikkurse gesungen wurden. Absolut passend, da es so international ist! Vielleicht ein Blick in eine friedliche Welt.“

„Toll gelungen und gut strukturiert und das bei einem schwierigen Thema. Solche Geschehnisse dürfen sich nicht wiederholen und darum ist es wichtig, darüber zu reden und die Grausamkeit dieser Zeit geschichtlich richtig wiederzugeben. Ob eine solche Gedenkfeier in ein paar Jahren, wenn neue Schüler*innen nachgerückt sind, wohl wiederholt wird? Werden die nächsten sich auch zurückerinnern? Wichtig wäre es!“

„Es ist absolut großartig, dass die Schüler*innen so viel außerhalb des Unterrichts auf die Beine gestellt haben und das neben Klassenarbeiten, Referaten und Hausaufgaben.“

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Mit einer Grillparty begrüßte das Ganztagsteam die Schülerinnen und Schüler im Schuljahr 2022/23. Bei herrlichstem Herbstwetter konnten die Kinder dabei spielen und es sich gleichzeitig mit Hotdogs und Gemüsestickes gut gehen lassen, die sie zuvor handgeschnitzt hatten. Ein fröhliches Event, das Lust auf mehr macht, wenn der Ganztag nach Weihnachten die sonnendurchfluteten Räume des Neubaus beziehen kann.

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Zu Anfang der Sommerferien haben wir, Alexander Otto und Jeremias Kuhtz, bei den Robocup Weltmeisterschaften in Bangkok, Thailand einen ersten und einen dritten Platz errungen. Dabei konnten wir unsere Version von „Harry Potter und der Stein der Weisen“ endlich auf die Bühne bringen.  Unsere Roboter vereinten dabei die verschiedensten Technologien in sich, wie etwa Kameraerkennung oder RFID, die Technik hinter kontaktlosem Bezahlen. Auch eine Spracherkennung war verbaut, ebenso wie zahllose Motoren und Sensoren. Eine sich an die Ereignisse automatisch anpassende Hintergrundpräsentation durfte da natürlich nicht fehlen.

In der Superteam Challenge hatten wir die Möglichkeit mit den Teams aus Frankreich, Japan und Taiwan einen gemeinsamen Auftritt zu erstellen, und das in unter vierundzwanzig Stunden. Hier haben wir in kürzester Zeit den Lebenszyklus von einer Qualle zusammengestellt, bei dem jedes Team etwas Wesentliches beitragen konnte. Von Geburt über ein Leben mit Müll im Ozean bis hin zur Rettung durch einen Roboter entstand der gesamte Auftritt unter kreativer Zusammenarbeit. „Jelly’s Bizzare Adventure“ heißt der daraus entstandene Streifen.  Der Name ist Programm.

Samt Erklärung durch alle beteiligten Teams gibt es ihn hier zu sehen: https://www.youtube.com/watch?v=4d5bW8htXAU

Unseren Individual Auftritt kann man sich auch anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=LXmA-QmsUpU

Insgesamt war die Weltmeisterschaft eine einmalige Erfahrung, aber eine solche, die wir beinahe nicht hätten antreten können. In dem Sinne möchten wir der Aroundtown Foundation, dem Ehemaligen- und Förderverein des Gymnasiums und allen Unterstützer*innen herzlich danken. Ohne sie wäre all das niemals möglich gewesen.  

Wir schauen zu den vielen engagiert und leidenschaftlich arbeitenden Menschen auf, die wir in Bangkok treffen durften.  Sie sind für uns ein klares Zeichen, dass internationale Zusammenarbeit der Zukunft angehört.

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Zu siebt ging es beim B2Run am 30.8.22 an die Startlinie. Der B2Run-Lauf ist ein unter anderem von der DAK geförderter Firmenlauf, dessen Zielgruppe aber auch Organisationen wie Schulen und Vereine sind.

Gemeinsam mit etwa 10000 weiteren Teilnehmern wurde der Maschsee umrundet und in die Heinz-von-Heiden Arena nach etwa 6500m eingelaufen. Bei tollem Wetter, toller Stimmung und Sonnenschein konnte nach einer langen Zeit ohne sportliche Großevents endlich wieder ein solches stattfinden. Alle von uns haben die Strecke toll gemeistert, waren k.o., verschwitzt, glücklich und eine Medaille reicher.

Mit Salem (Jg. 7), Flynn (Jg. 8), Martin (Jg. 9), Sami (Jg. 10), Georg (Jg. 10), Adina (Jg. 11) und Frau Mewes war schon eine Bandbreite an verschiedenen Altersstufen vertreten. Ob das nächstes Jahr noch getoppt werden kann? Ja, oder?

 

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