LANGENHAGEN / OLDENBURG, 4. Juni - 6. Juni 2026 –
Die Bigband und die Juniorband des Gymnasiums Langenhagen reisten im Rahmen des Begegnungsfestivals „Schulen musizieren“ nach Oldenburg. Was als normale Orchesterfahrt geplant war, entwickelte sich schnell zu einem echten Abenteuer mit vielen Höhen und Tiefen, das die Schüler und Schülerinnen noch enger zusammengeschweißt hat.
Tag 1: Bahnchaos, Pommes im Regen und der große Auftritt in der Staatsoper
Die Reise begann direkt mit einer Geduldsprobe für die Nerven. Aufgrund von technischen Problemen an den Bahnen und massiven Verspätungen entwickelte sich die Anreise zu einer Odyssee, bei der die Musikerinnen und Musiker mitsamt ihren Instrumenten dreimal umsteigen mussten. Am Ziel angekommen, musste das Mittagessen im strömenden Regen stattfinden. Die Stimmung ließen sich die Langenhagener dadurch jedoch nicht verderben – ganz im Gegenteil: Die Aktion wurde extrem lustig, auch dank Herrn Oepen, der vollen Körpereinsatz zeigte und die Pommes der Schüler heldenhaft mit einem Regenschirm vor dem Ertrinken rettete.
Frisch gestärkt ging es danach Schlag auf Schlag zum ersten großen musikalischen Höhepunkt der Fahrt. Nach einer kurzen Generalprobe spielte die Gruppe ihren großen Auftritt in der imposanten Staatsoper Oldenburg. Die beeindruckende Kulisse sorgte für Gänsehaut und die Darbietungen wurden vom Publikum begeistert aufgenommen. Völlig erschöpft, aber glücklich, checkte die Gruppe schließlich um 22:00 Uhr in der Jugendherberge Oldenburg ein.
Tag 2: Konzertmarathon und ein unerwartetes Highlight am Abend
Der zweite Tag startete früh: Nach dem gemeinsamen Frühstück um 7:30 Uhr brach die Reisegruppe bereits um 8:30 Uhr zum Gymnasium Eversten Oldenburg (GEO) auf. Dort stand der zweite eigene Auftritt der Fahrt auf dem Programm. Die JuBi Band des Gymnasiums Langenhagen präsentierte ihr Können auf einer Bühne inmitten vieler anderer Schulensembles, unter anderem der hochkarätigen schuleigenen GEO-Bigband. Ein besonderes Detail dieses Auftritts: Ein paar Schülerinnen und Schüler aus unserer Gruppe übernahmen die Moderation des Programms komplett selbst und führten das Publikum charmant und souverän durch die Stücke.
Für den Rest des Tages wechselten die Langenhagener in die Zuschauerrolle, um die Musik der anderen Schulen zu genießen. Am Nachmittag lauschten sie gespannt den Klängen beim öffentlichen Konzert im Kulturzentrum Oldenburg.
Am Abend stand eigentlich noch der Besuch des Bandstands im bekannten Jugendkulturzentrum „Cadillac“ an. Da die jüngeren Bandmitglieder nach dem anstrengenden Vortag verständlicherweise sehr müde waren und keine Kraft mehr für den Fußweg hatten, wurde der gemeinsame Ausflug dorthin abgesagt. Auch die spontan geplante Straßenmusik scheiterte letztendlich daran, dass sich in der Kürze der Zeit keine Einigungen mehr über die genauen Musikstücke und die passende Besetzung finden ließen. Doch der Tag endete mit einer Überraschung: Fünf motivierte Mitglieder der Bigband ließen sich die Laune nicht verderben. Sie machten sich trotz der Erschöpfung auf den Weg und besuchten den Bandstand im „Cadillac“ als Zuschauer. Sie schafften es noch pünktlich zu den letzten zwei Bands des Abends – ein Erlebnis, das sich im Nachhinein als das absolute Highlight der gesamten Fahrt herausstellen sollte.
Tag 3: Open-Air-Finale auf dem Waffenplatz und Rückreise
Am dritten und letzten Tag hieß es nach dem Aufstehen erst einmal Koffer packen. Pünktlich um 9:30 Uhr war der Check-out in der Jugendherberge erledigt. Bevor es zurück nach Hause ging, stand noch ein letzter Programmpunkt an: Das große öffentliche Konzert auf dem Waffenplatz. Als Zuschauer genossen die Schülerinnen und Schüler die fantastische Open-Air-Atmosphäre. Es gab noch einmal unglaublich viel zu sehen, tolle Musik zu hören und jede Menge zu lachen. Voller neuer Eindrücke, Rhythmen im Ohr und toller Erinnerungen im Gepäck trat die gesamte Reisegruppe schließlich die Heimreise mit der Bahn in Richtung Hannover an – dieses Mal glücklicherweise ohne größere Zwischenfälle.
Ein so großes und ereignisreiches Event funktioniert natürlich nicht ohne eine starke Organisation und verlässliche Unterstützung im Hintergrund. Ein ganz besonderes und herzliches Dankeschön des gesamten Ensemble geht an unsere Musiklehrkräfte Frau Neuhaus, Herrn Oepen und Frau Köller. Sie standen während der gesamten drei Tage zu jeder Tag- und Nachtzeit für uns bereit, haben uns in jeder noch so stressigen Situation super unterstützt und dafür gesorgt, dass diese Fahrt zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde.
Artikel: Jana Steinmetz





